Vergleich · alle Preise am 6. September 2026 abgelesen

n8n vs. Zapier vs. Make

Die drei Werkzeuge unterscheiden sich weniger in dem, was sie können, als in dem, was sie zählen. n8n zählt Ausführungen: einen kompletten Durchlauf des Workflows, egal wie viele Knoten er hat. Zapier zählt Tasks — nach eigener Definition wird ein Task gezählt, „whenever Zapier successfully completes a unit of work for you“, wobei fehlgeschlagene Aktionen, Trigger, Polling und die eingebauten Datenwerkzeuge nichts verbrauchen. Make zählt Credits: „Each module action in your scenario, like adding a Google Sheet row or fetching Gmail account data, counts as one credit“, während Fehlerbehandlung und Router kostenlos sind.

Daraus folgt die einzige Zahl, die beim Vergleich wirklich zählt: derselbe zehnschrittige Workflow kostet bei n8n eine Einheit pro Lauf, bei Zapier rund neun und bei Make rund zehn. Unten sind alle drei Preislisten im Wortlaut, dieselbe Arbeitslast dreimal durchgerechnet, und die Frage, ab wann Selbstbetrieb die Rechnung kippt. Ein Hinweis für den Einkauf im DACH-Raum: n8n weist in Euro aus, Zapier und Make in US-Dollar — beim Vergleich also den Wechselkurs mitdenken.

Was jede Plattform zählt

n8nZapierMake
AbrechnungseinheitAusführung = ein Durchlauf des gesamten WorkflowsTask = eine erfolgreich abgeschlossene ArbeitseinheitCredit = eine Modulaktion im Szenario
Zählt der Trigger mit?ja — jedes Auslösen ist eine Ausführungnein — Trigger und Polling verbrauchen laut Zapier keine Tasksdie Modulaktionen zählen; Fehlerbehandlung und Router laut Make nicht
Fehlgeschlagene Schrittedie Ausführung ist verbrauchtfehlgeschlagene Aktionen zählen laut Zapier nichtnicht auf der Preisseite ausgewiesen
BetriebsmodellSelbstbetrieb möglich oder n8n Cloudnur Cloudnur Cloud
Kostenlose StufeCommunity Edition im Selbstbetrieb, ohne Mengenbegrenzung durch n8n; in der Cloud nur eine Testphase mit 1.000 Ausführungen100 Tasks im Monat, zweistufige Zaps (ein Trigger, eine Aktion), 15-Minuten-Polling1.000 Credits im Monat, kürzestes Intervall 15 Minuten
Währung auf der PreisseiteEuroUS-DollarUS-Dollar

Am 6. September 2026 von n8n.io/pricing, zapier.com/pricing und make.com/en/pricing abgelesen. Preise ändern sich; die Seiten der Anbieter sind maßgeblich.

Die Einstiegspreise nebeneinander

PlattformBezahlter EinstiegEnthaltenNächste Stufen
n8n CloudStarter 20 €/Monat (jährlich abgerechnet)2.500 Ausführungen, 5 gleichzeitige AusführungenPro 50 € für 10.000; Business 667 € für 40.000 (Selbstbetrieb); Enterprise auf Anfrage
ZapierProfessional ab 19,99 $/Monat bei Jahreszahlung (29,99 $ monatlich)750 Tasks1.500 Tasks für 39 $, 2.000 für 49 $, 5.000 für 89 $ (jeweils Jahrespreis); Team ab 69 $ für 2.000 Tasks; weitere Stufen bis 2.000.000 Tasks
MakeCore 9 $/Monat10.000 CreditsPro 16 $, Teams 29 $ — auf der Preisseite ebenfalls mit 10.000 Credits ausgewiesen; Enterprise auf Anfrage. Make bewirbt bei Jahreszahlung „Save 15%+“

Dieselbe Arbeit, dreimal gerechnet

Beispiel 1 — ein Workflow mit zehn Schritten, 1.000 Läufe im Monat. Bei n8n sind das 1.000 Ausführungen und damit gut ein Drittel des Starter-Kontingents von 2.500: 20 € im Monat. Bei Zapier ist ein Trigger plus neun Aktionen gleich neun Tasks pro Lauf, also 9.000 Tasks — mehr als die 5.000-Task-Stufe, die auf der Preisseite mit 89 $ im Jahrespreis ausgewiesen ist; Sie landen auf einer höheren Stufe. Bei Make sind zehn Modulaktionen gleich zehn Credits pro Lauf, also 10.000 Credits, was genau der Core-Stufe für 9 $ entspricht.

Beispiel 2 — fünf Schritte, 500 Läufe im Monat. n8n: 500 Ausführungen, ein Fünftel von Starter. Zapier: vier Aktionen pro Lauf, also 2.000 Tasks — die 2.000-Task-Stufe kostet 49 $ im Jahrespreis. Make: fünf Module, also 2.500 Credits, zu viel für die kostenlosen 1.000, aber bequem innerhalb von Core für 9 $.

Das Muster ist stabil: Je mehr Schritte ein einzelner Workflow hat, desto stärker fällt der Vergleich zugunsten von n8n aus, weil die Schrittzahl bei n8n schlicht nichts kostet. Umgekehrt ist Zapier bei sehr kurzen Automatisierungen mit wenigen Läufen konkurrenzfähig und beim Einstieg das mit Abstand einfachste Werkzeug. Make liegt in der Mitte — für zehn Credits pro Lauf ist die Core-Stufe erstaunlich günstig, doch die Credits verbrauchen sich pro Modul, nicht pro Szenario.

Die zweite Zahl, die den Vergleich kippt, ist der Taktgeber. Bei n8n kostet jeder Zeitplan-Tick eine Ausführung, auch wenn nichts zu tun ist — bei Zapier verbraucht Polling laut Anbieter keine Tasks. Wer viel abfragt und selten etwas findet, rechnet bei n8n also anders als bei Zapier. Der Cron-Rechner zeigt Ihnen, wie viele Ausführungen ein Zeitplan in 30 Tagen erzeugt.

Wann welches Werkzeug gewinnt

  • n8n, wennIhre Workflows viele Schritte haben, Sie die Daten auf eigener Infrastruktur halten wollen oder das Volumen so groß wird, dass eine Mengenabrechnung wehtut. Der Selbstbetrieb der Community Edition kostet keine Lizenzgebühr — nur Server und Zeit. Die Details stehen in unserer Anleitung zum Selbst-Hosten.
  • Zapier, wenndie Automatisierungen kurz sind, das Team nicht technisch ist und der schnellste Einstieg zählt. Die kostenlose Stufe ist mit 100 Tasks im Monat und zweistufigen Zaps allerdings eng: ein Trigger, eine Aktion, sonst nichts.
  • Make, wennSie eine visuelle Arbeitsfläche mögen und viel Datenumformung zwischen Apps machen. Die kostenlose Stufe mit 1.000 Credits im Monat ist die großzügigste der drei, und Core mit 10.000 Credits für 9 $ ist ein sehr niedriger bezahlter Einstieg.
  • Keines von dreien allein, wennSie die Automatisierung später migrieren wollen. Jede Plattform hat ihr eigenes Dateiformat; die Logik wird beim Wechsel neu gebaut, nicht konvertiert. Deshalb wird jede Vorlage auf dieser Website nativ für die Plattform veröffentlicht, auf der sie getestet wurde.

Was Sie vor der Entscheidung selbst ausrechnen sollten

Nehmen Sie Ihre drei wichtigsten Automatisierungen und schreiben Sie für jede zwei Zahlen auf: Schritte und Läufe im Monat. Multiplizieren Sie für Zapier (Schritte minus Trigger) × Läufe, für Make Module × Läufe, und für n8n einfach Läufe. Erst mit diesen drei Zahlen sind die Preislisten vergleichbar — ohne sie vergleichen Sie Einheiten, die nichts miteinander zu tun haben.

Wenn n8n dabei gewinnt, ist die vollständige Rechnung inklusive Selbstbetrieb auf unserer Seite zu den n8n-Preisen. Wenn Sie schnell etwas Lauffähiges sehen wollen: Mehrere Workflows in unserer Vorlagensammlung brauchen keinerlei Zugangsdaten, und der Import dauert eine Minute.

Quellen und Stand der Prüfung

Alle drei Preislisten wurden am 6. September 2026 direkt bei den Anbietern abgelesen; die Umrechnungsbeispiele sind unsere Arithmetik aus diesen Zahlen und werden auf der Seite als Rechnung ausgewiesen. Preise ändern sich — im Zweifel gelten die Seiten der Anbieter.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Ausführung, Task und Credit?

Eine Ausführung bei n8n ist ein kompletter Durchlauf eines Workflows, unabhängig von der Knotenzahl. Ein Task bei Zapier ist eine erfolgreich abgeschlossene Arbeitseinheit — fehlgeschlagene Aktionen, Trigger, Polling und die eingebauten Datenwerkzeuge zählen laut Zapier nicht mit. Ein Credit bei Make ist eine Modulaktion im Szenario; Fehlerbehandlung und Router verbrauchen laut Make keine Credits. Ein Workflow mit zehn Schritten kostet daher pro Lauf bei n8n eine Einheit, bei Zapier rund neun und bei Make rund zehn.

Welches der drei ist am günstigsten?

Das hängt von Schritten und Läufen ab, nicht vom Listenpreis. Stand 6. September 2026: n8n Starter kostet 20 € im Monat für 2.500 Ausführungen, Make Core 9 $ im Monat für 10.000 Credits und Zapier Professional ab 19,99 $ im Monat bei Jahreszahlung für 750 Tasks. Bei zehnschrittigen Workflows gewinnt n8n deutlich, weil Schritte dort nichts kosten; bei sehr kurzen Automatisierungen mit wenigen Läufen liegen alle drei nah beieinander.

Ist Zapier kostenlos?

Es gibt eine dauerhaft kostenlose Stufe, aber eine enge: Stand 6. September 2026 sind es 100 Tasks im Monat, ausschließlich zweistufige Zaps mit einem Trigger und einer Aktion, und ein Polling-Intervall von 15 Minuten. Alles Mehrstufige gehört zu den bezahlten Tarifen.

Ist Make kostenlos?

Make hat eine kostenlose Stufe mit 1.000 Credits im Monat und einem kürzesten Ausführungsintervall von 15 Minuten, dazu den visuellen Editor, Router und Filter. Der günstigste bezahlte Tarif, Core, kostet 9 $ im Monat für 10.000 Credits; bei Jahreszahlung bewirbt Make „Save 15%+“.

Kann ich einen Workflow von einer Plattform auf eine andere übertragen?

Nicht direkt. Jede Plattform hat ihr eigenes Dateiformat, und die Logik wird beim Wechsel neu aufgebaut. Genau deshalb veröffentlichen wir jede Vorlage nativ für die Plattform, auf der sie tatsächlich getestet wurde, statt eine Datei in drei Formate zu konvertieren.

Warum sind Preisvergleiche zwischen den dreien so oft irreführend?

Weil sie Einheiten nebeneinanderstellen, die Verschiedenes messen: 2.500 Ausführungen, 750 Tasks und 10.000 Credits sind keine vergleichbaren Mengen. Erst wenn Sie Ihre eigene Arbeitslast in alle drei Einheiten umrechnen — Läufe für n8n, Schritte minus Trigger mal Läufe für Zapier, Module mal Läufe für Make — sagen die Preislisten etwas aus. Hinzu kommt die Währung: n8n weist in Euro aus, Zapier und Make in US-Dollar.